„Credo“ sang Jennifer Rush zu Beginn der Fernsehübertragung der AIDS-Gala 1997 inbrünstig, und auch „Kyrie eleison“ war zwischendurch herauszuhören. Ein Bekenntnislied innerhalb einer Pop-Gala also? Oder mißbrauchte da ein säkularer Popstar wieder einmal religiöse Sprache, um existentielle Betroffenheit zu simulieren?

Titel haben ihre Tücken. Und so sind es strenggenommen vom Danke-Lied beim Preisausschreiben in Tutzing (veröffentlicht 1961) bis zu dem Evangelisationskongress "Christival 1988" in Nürnberg weniger als 30 Jahre. Zählt man die Zeit vor "Danke" und nach "Christival" bis 1990 dazu, dann komme ich auf etwa 35 Jahre populärer christlicher Musik in Deutschland.

Wichtiger als diese Zahlenspiele ist die Klärung der Frage: Was bedeutet "populäre christliche Musik"? Zunächst zum Attribut "christlich": Es bezeichnet nicht irgendeine bestimmte "fromme" Musikstruktur oder einen eigenen Kirchenstil. Vielmehr weist es zum einen auf das engagierte Christentum, in dem diese Musik ihren sozialen Ort hat, und bezieht sich zweitens - und das ist der wesentliche Sinn - auf die geistliche Wirkung, die von dieser Musik ausgeht. Der hierfür angemessene Begriff wäre "geistliche" Musik im Sinne einer Musik, die durch den Geist Gottes bestimmt ist. Solche Musik dient der Botschaft des Evangeliums durch Text wie Musik (vgl. Eph 5,19ff). Wenn ich trotzdem von "christlicher" Musik rede, dann deshalb, weil damit verdeutlicht wird, daß Christi Geist durch diese Musik wirkt (bzw. wirken soll).

How come there are whole sections of the Bible that would seem completely alien in our worship songs? How can we be so open to the Spirit, yet so obviously blind to the words that we read in Scripture? How did we get to a place where asking questions of God made us look like we lacking faith? Tim Hughes does some thinking...

When it comes to worship, the book of Song of Songs is always a contentious issue. Is it simply celebrating love and God’s gift of sex within the right boundaries? Or is it a picture of the relationship between Christ and His bride? Some say it’s one, some say it’s the other-whilst many conclude it might be both. Where you stand on that issue might well determine your answer to the following question:"Is romantic imagery appropriate in congregational expressions of worship?"

   
© G. Baltes / T. Schröder