Anbetung Gottes und Engagement für die Welt: Passt das zusammen? Für viele Menschen scheint beides eher miteinander zu konkurrieren: Entweder wir richten unseren Blick nach oben und strecken die Hände zum Himmel – dann stehen wir unter Verdacht, vor den Problemen dieser Welt die Augen zu schließen und uns in die heile Welt der Jesusromantik zu flüchten. Oder aber wir richten unseren Blick auf die Nöte dieser Welt und strecken unsere Hände aus zum Nächsten – dann stehen wir unter dem Verdacht der Werkgerechtigkeit und des gottvergessenen Aktivismus. Und sicher gibt es Christen auf beiden Seiten, die diesen Klischees auch entsprechen.

Obwohl der Inhalt des Buches nicht wirklich hält, was der Titel verspricht, ist „Generation Lobpreis“ eine unbedingte Pflichtlektüre für Lobpreisleiterinnen und Lobpreisleiter. Und nicht nur für sie, sondern für alle, die für ihre Gemeinde und ihren Gottesdienst über eine verantwortliche, durchdachte, reflektierte und relevante Lobpreiskultur nachdenken wollen.

Die Kasseler Professoren Tobias Faix und Tobias Künkler stellen in diesem Buch die wichtigsten Ergebnisse der „empirica Jugendstudie 2018“ vor, die über einen Zeitraum von vier Jahren etwa 3000 Jugendliche und junge Erwachsene über ihren Glauben und ihr religiöses Leben befragt hat. Das Buch ist eine Fundgrube für alle, die sich mit kirchlicher Jugendarbeit beschäftigen, und es gäbe viel Gutes (und natürlich auch Kritisches) darüber zu sagen. An dieser Stelle möchte ich mich aber einmal nur auf die Aspekte begrenzen, die das Buch vor allem für Lobpreisleiterinnen und Lobpreisleiter interessant macht.

   
© G. Baltes / T. Schröder
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