Original-Artikel als PDF herunterladenAnbetung Gottes und Engagement für die Welt: Passt das zusammen? Für viele Menschen scheint beides eher miteinander zu konkurrieren: Entweder wir richten unseren Blick nach oben und strecken die Hände zum Himmel – dann stehen wir unter Verdacht, vor den Problemen dieser Welt die Augen zu schließen und uns in die heile Welt der Jesusromantik zu flüchten. Oder aber wir richten unseren Blick auf die Nöte dieser Welt und strecken unsere Hände aus zum Nächsten – dann stehen wir unter dem Verdacht der Werkgerechtigkeit und des gottvergessenen Aktivismus. Und sicher gibt es Christen auf beiden Seiten, die diesen Klischees auch entsprechen.

Wir sollten uns aber nicht zu schnell in diese Schubladen einsortieren lassen. Denn in der Bibel gehören die Anbetung Gottes und die Nöte der Welt ganz eng zusammen: Das erste Lobpreislied der Bibel entsteht in dem Moment, als ein Volk befreiter Sklaven vor der Armee eines gottlosen Despoten flüchtet und auf dieser Flucht Gottes Hilfe und Befreiung erlebt (2. Mose 15). Viele Psalmen und Lieder der Bibel werden in Situationen der Not, der Krankheit, der Bedrohung und der Gefangenschaft gesungen (Ps 73; Jes 12; Mt 26,30; Apg 16,25). Anbetung und Lobpreis sind weder fromme Flucht noch geistliche Traumtänzerei, sondern mutiger Protest und glaubende Kampfansage der versammelten Gemeinde gegen alle Mächte dieser Welt, die sich zu Unrecht als Herrscher aufspielen oder als Retter feiern lassen. Weil wir als Christen wissen, dass es einen gerechten König, einen kunstreichen Schöpfer und einen barmherzigen Vater gibt, bekennen und feiern wir dies in unseren Liedern und zeigen es durch unsere Taten. Nur in der anbetenden Hingabe an Gott finden wir die Verankerung, Perspektive und Kraft, die uns befähigt zur dienenden Hingabe an eine verwundete und zerrissene Welt.

In unseren Gottesdiensten sollten wir deshalb Zeit und Raum für beides schaffen: Für den Blick nach oben und für den Blick nach draußen. Und wir sollten bewusst daran arbeiten, dass beides nicht nur neben einander steht, sondern eng miteinander verbunden und auf einander bezogen ist: Das beginnt bei einer treffenden und reflektierten Liedauswahl. Es geht weiter damit, dass wir Lieder und Gebete in einer Weise anordnen, die der Gemeinde hilft, einen inneren Weg mitzugehen: Einen Weg in die Begegnung mit Gott und von dort weiter in die Hingabe an die Welt. Und es bedeutet, dass wir Lieder nicht nur singen, sondern bewusst als Gebete gestalten. Auf diese Weise können unsere Gottesdienste ein Ort werden, an dem Himmel und Erde zusammenfinden, Anbetung und Weltverantwortung, Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten.

For a moment, let’s roll back the clock 40 years. If you were to ask a linguist, scholar and Bible translator what the word "worship" meant, according to the Biblical usage of it, you would get something akin to "pointed acts and moments of submission, sacrifice and obeisance". But today, the worship word has become almost a euphemism for "everything". This has happened not because the Bible changed, but because we stopped using it as the central text to define the word. And with the popular worship movement of the last 30 years, we have co-opted the "worship" term for almost everything and anything to which that movement was associated. I have done it, others have done, we’ve all done it. But we were wrong.

We live in a pop music culture; we are surrounded and saturated with "hit" pop songs that are played constantly. TV shows like American Idol are built on the back of hit songs; movies are laced with emotional music that becomes the soundtrack of our lives, and as we drive in our cars, we are bombarded with radio signals; satellite or FM pumping out the latest top 40 hit. While I am really grateful for being able to turn on a Christian radio station, I am concerned with something: our "hit music" culture is influencing too much of the way we are leading worship in North America. I am not saying that appreciating good music in culture is a bad thing (I sure appreciate it!), but we need to be careful to not be shaped by culture, especially by the "hit song" mentality, and then transfer that mentality into our expression of worship when the church gathers.

   
© G. Baltes / T. Schröder
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