Die Identität eines Musikers, egal ob innerhalb oder außerhalb der Gemeinde, bewegt sich oft im Spannungsfeld "zwischen äußerem Glanz und innerer Angst": Nach außen hin ist das Dasein des Musikers mit viel Schönheit, Kunst, Glanz und Glamour verbunden. Musik fasziniert, Musik erfreut, Musik setzt in Bewegung und es gäbe noch vieles andere Positive über die Musik zu sagen. Aber nicht nur die Musik, sondern auch die Musiker stehen im Rampenlicht der Öffentlichkeit, meistens mehr als die meisten anderen Mitarbeiter in der Gemeinde: Die Musiker stehen in jedem Gottesdienst vorne, sie können ihre Gaben präsentieren, sie werden wahrgenommen, und manch einer der anderen Mitarbeiter blickt mit etwas Neid zu den Musikern auf, die so einen wichtigen und sichtbaren Platz in der Mitarbeit haben.


Das alles ist aber nur die eine Seite der Medaille: Denn wir alle wissen, dass all der äußere Glanz auch mit viel innerer Angst, Zweifeln und Unsicherheit verbunden ist: Wie nehmen mich die anderen wahr? Kann ich den Anforderungen genügen? Bin ich besser, bin ich schlechter, bin ich demütiger oder dienstbereiter als die anderen? Warum darf der andere öfter oder lauter singen als ich? Warum hat mich der Lobpreisleiter neulich so schief angesehen? Muss ich nur funktionieren oder darf ich mich auch selbst verwirklichen? Oft fällt es schwer, miteinander über diese Unsicherheiten ins Gespräch zu kommen, gerade wenn es um Musik geht. Da überstrahlt der äußere Glanz oft die innere Angst, oder überspielt sie auch nur.

Wie also kann es gelingen, beide Seiten in unsere Identität als Musiker zu integrieren und auch im CT für beide Seiten Raum und Freiheit zu schaffen? Impulsreferat am Christus-Treff Musikertag am 26.2.2011

Autor: Guido Baltes

Jahr: 2013

Update: 19.03.2013

weitere Infos: http://www.worshipworld.de/modules/debaser/singlefile.php?id=16

   
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